Regie:
Mike Newell
Drehbuch:
Boaz Yakin und Doug Miro & Carlo Bernard
Darsteller:
Jake Gyllenhaal, Gemma Arterton, Ben Kingsley, Alfred Molina, Steve Toussaint, Toby Kebbell
Kamera:
John Seale
Schnitt:
Mick Audsley, Michael Kahn, Martin Walsh
Musik:
Harry Gregson-Williams
Laufzeit:
116 min.
Dt. Start:
20.05.10
Verleih:
Walt Disney Pictures
Persien im sechsten Jahrhundert. Im Reich unsterblicher Abenteuer und Legenden werden ein neuer Mythos und eine große Liebe geboren. Nicht der Zufall, sondern die Vorsehung führt den charismatischen Draufgänger Prinz Dastan (Jake Gyllenhaal) und die bildschöne, selbstbewusste Prinzessin Tamina (Gemma Arterton) zusammen.
Gemeinsam überwinden sie anfängliche Abneigungen und bilden einen Bund gegen das Böse, das im Verborgenen seine Kräfte sammelt.
Nizam (Ben Kingsley), der machthungrige Bruder des Königs, strebt nach dem Thron, Scheich Amar (Alfred Molina) nach unvorstellbarem Reichtum. Alle Wünsche erfüllen könnte ein ungewöhnlicher Dolch, der Dastan in die Hände fällt.
Im Abenteuer ihres Lebens, so gefährlich wie aufregend, versuchen Dastan und Tamina, diesen geheimnisvollen Schatz vor dunklen Mächten und skrupellosen Killern in Sicherheit zu bringen. Denn der Besitzer des Dolchs kann den im Griff versteckten magischen Sand der Zeit freisetzen, damit die Zeit zurückdrehen und die Welt beherrschen.
Review:
Es war einmal, Ende 2001, auf einem Grabbeltisch in einem "real"en
Supermarkt...
Als GreekGeek die PC Version des alten "Prince of Persia" Spiels
kaufte wurde er sofort ein riesiger Fan des Kletter-Prinzen.
Als die X-Box Zeiten im Jahre 2003 regierten, wurde sein Fieber durch
die Spiele "The Sands of Time" und "Warrior Within" nur noch gesteigert!
Und wie es ja meistens bei dem Geek -Prinzen ist, dachte er sich 2004:
"ich glaube man könnte aus dem Konzept eine Franchise wie PIRATES OF
THE CARRIBEAN aufbauen".
2005 sicherte sich dann Jerry Bruckheimer (Produzent der PIRATES OF
THE CARRIBEAN Reihe) die Rechte an der PRINCE OF PERSIA VideoGames
Reihe...
"Nun gut, dachte sich GreekGeek, dann guck ich mal was ich aus der
WICKIE, DER WIKINGER Reihe machen könnte...
Den Rest kennen ja Leser dieser Seite ziemlich gut.
Jedenfalls sind wir jetzt im Jahre 2010 und der Film PRINCE OF PERSIA
- THE SANDS OF TIME ist fertig abgedreht und flimmerte gerade vor
GreekGeeks Augen.
Fazit als erstes: Fun, Fun, Fun!
PRINCE OF PERSIA - THE SANDS OF TIME versprüht in jeder Filmminute
eine Leichtigkeit die man in letzter Zeit selten im Kino vernimmt.
Seit dem 2003er PIRATES OF THE CARRIBEAN - THE CURSE OF THE BLACK
PEARL, dem 2003er DreamWorks Animation Film SINBAD und dem 1998er THE
MASK OF ZORRO baute kein Film so sehr auf dem Spaß einer erzählten
Story. Als Parade-Gegenbeispiel gelten vor allem die gerade-laufenden
ALICE IN WONDERLAND und CLASH OF THE TITANS in denen Handlungselemente
derartig forciert sind, dass man als Zuschauer denkt gerade in der
Gebrauchsanweisung der jeweiligen Story zu stöbern.
Jake Gyllenhaal ist der Höhepunkt des Film und bestreitet jede Szene
mit Charme und Kämpfer-Charisma.
Einziges Manko seines Prinz Dastan Charakters: die Drehbuchautoren
haben sich wohl ein paar mal zu oft an des Drehbuch des ersten PIRATES
gehalten und somit wirkt Dastan als ob man Johnny Depps Jack Sparrow
und Orlando Blooms Will Turner in eine Figur zusammengeschmolzen hätte.
Ein schwächerer Schauspieler hat dies versehentlich durchschimmern
lassen.
Die Story selber ist ziemlich temporeich und ich hab mich gewundert
wie spät in der Handlung ich erst merkte, dass wir uns fast im
furiosen Finale befinden - auch etwas was selten passiert.
Die Filmstory von PRINCE OF PERSIA - THE SANDS OF TIME bedient sich an
Elementen aus den beiden X-Box Spielen, versucht aber nicht sich
unbedingt dran zu halten - ein weiterer Pluspunkt.
Gemma Arterton ist ziemlich gut in ihrer Rolle als Prinzessin Tamina.
Sie hat zwar sehr viel mehr zu tun und zu bitten als in CLASH OF THE
TITANS, nur wirkt die Romanze mit Dastan eher wie bei Luke Skywalker
und Prinzessin Leia in STAR WARS - EPISODE IV - A NEW HOPE, was ja ok
ist aber schon eher so wirkt wie das was wir "später" von Luke und
Leia erfahren haben. Aber man darf nicht vergessen, dass diese Art von
Filmen für 10 bis 13jährigen Jungs gemacht sind und die sind mit den
"normalen" Liebesszenen schon mehr als bedient.
Alfred Moliina und seine Gang von Räubern machen Spaß obwohl sie eher
kurz zu sehen waren. Ich weiß jetzt nicht ob es fehlenden Szenen gibt,
da der Film mit 116 Minuten endlich mal wieder eine angenehme
Abenteuerlänge hat.
Falls es aber fehlende Szenen gibt, hoffe ich dass es welche mit
Dastans Onkel, gespielt von Ben Kingsley, sind da er am schlechtesten
rüberkommt. Nicht als Schauspieler - obwohl Kingsley scheinbar wieder
seinen Automodus angeschmissen hat - sondern weil Dastan über seine
enge Bindung zu seinem Onkel spricht, aber wir nichts davon sehen/
mitbekommen.
Aber wie gesagt, dass sind nur Kleinigkeiten in einem sonst stimmigen
Abenteuer-Spektakel mit atemberaubenden Effekten und Stunts. Es sind
einige visuelle Elemente aus den Spielen hier und da versteckt, wirken
sich aber nicht negativ auf die
Handlung aus.
Noch ein Pluspunkt ist der Music Score von Harry Gregson- Williams.
Manche Momente gehen leider unter durch die laute Action, aber gerade
in den stillen Momenten ergänzt das leise Thema (das ein wenig an
Silvestris THE MUMMY RETURNS Thema - nicht das Action Thema -
erinnert) das epische Abenteuer.