Darsteller:
Robert Downey Jr., Don Cheadle, Scarlett Johansson, Gwyneth Paltrow, Sam Rockwell, Mickey Rourke, Samuel L. Jackson, Clark Gregg
Kamera:
Matthew Libatique
Schnitt:
Dan Lebental, Richard Pearson
Musik:
John Debney
Laufzeit:
124 min.
Dt. Start:
06.05.10
Verleih:
Concorde
Nun, da die ganze Welt weiß, dass Milliardär und Erfinder Tony Stark der gepanzerte Superheld Iron Man ist, wird er von Regierung, Presse und der Öffentlichkeit dazu gedrängt, seine Technologie militärischen Zwecken zur Verfügung zu stellen.
Stark befürchtet jedoch, sie könnte in die falschen Hände geraten und weigert sich, die Geheimnisse seiner Iron Man-Rüstung zu enthüllen.
Mit Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) und James „Rhodey“ Rhodes (Don Cheadle) an seiner Seite formt Stark neue Bündnisse und tritt fremden, mächtigen Kräften entgegen, die den Frieden und die Stabilität der Welt gefährden.
Review:
Vor exakt 2 Jahren tauchte der Überraschungs-Blockbuster IRON MAN auf.
Vielmehr die Presse und das Publikum machten IRON MAN zu Überraschungs-
Hit, weil ich kaum glaube das Paramount Pictures das so sah. Ein
Studio, dass einen Film auf mehr als 170 Mio.$ budgetiert geht
bestimmt nicht davon aus, dass der Film "hoffentlich" "überraschend"
erfolgreich wird.
Viel mehr war es, dass die Presse und das Publikum nicht auf dem
Schirm hatten wer denn dieser IRON MAN ist.
Und es war auch nicht der Comic Held der den 2008er Mega-Hit zum
Erfolg machte, sondern nur der eine "visuelle Effekt": Robert Downey Jr.
Ein anderer Schauspieler und der Film wäre in den USA halb so
erfolgreich gewesen und in Ländern, wie zb Germany, genau wie SUPERMAN
RETURNS, BATMAN BEGINS, FANTASTIC FOUR und THE INCREDIBLE HULK
untergegangen.
Und genau das wird der Zauber Effekt des diesjährigen IRON MAN 2 sein:
Robert Downey Jr.
IRON MAN hat ja auch leider ausser Tony Stark nicht viel zu bitten.
Meistens tauchen bei Super Helden Filmen die wichtigen Bösewichte im
ersten Film auf (ausser THE DARK KNIGHT) und danach folgen die
nächsten.
Natürlich kann nicht jeder Superheld so eine Plethora an Gegnern wie
SPIDER-MAN und BATMAN haben (deswegen sehen wir bei SUPERMAN immer den
langweiligen Lex Luthor), aber wenn Obadiah Stane (gespielt von Jeff Bridges
im ersten) und Mickey Rourkes Whiplash die Höhepunkte der IRON MAN
Saga sind, dann hoffe ich, dass sie für den dritten Film entweder
einen neuen erfinden oder aus einem anderen Marvel Comic entleihen.
Es ist nicht so, das Rourkes Charakter schlecht dargestellt ist, aber
er tut außer in "Nahaufnahme basteln" nicht viel.
Das gleiche gilt für Sam Rockwells Charakters des Justin Hammer. Außer Sam
Rockwell-mäßig rumzuhampeln (was viele leider als schauspielern
bezeichnen) verbringt er seine Szenen Rourke zu fragen was er da in
"Nahaufnahme bastelt" und wann er endlich damit fertig wird.
IRON MAN 2 ist kein schlechter Film, kann sich aber leider neben
SPIDER-MAN 2 und THE DARK KNIGHT nicht als eins der besten Comichelden
Sequel einreihen.
Als ich aus dem Kino rauskam war dem zwar so, aber
je länger ich drüber nachgedacht hab, sackte das ganze tief ab.
Downey Jr. war zwar wieder gut, aber wieso hat der Drehbuchautor aus
Gwyneth Paltrows Pepper Potts so einen uninteressanten Charakter
gemacht? Wieso sieht Scarlett Johanson so unattraktiv gelangweilt aus?
Und zwar egal in welcher Aufmachung!
Und wieso ist das einzig richtig interessante am Film nicht die
Haupthandlung sondern alles andere was mit S.H. I. E. L. D. zu tun
hat? Weil es sich in unserer Phantasie abspielt?
Weil man sich wünscht in dem Film, von dem Samuel Jackson und seine Leute erzählen, drin zu
sitzen?
Keine Ahnung.
Ich hätte echt nicht gedacht, dass es nochmal um die Gefahr die
Iron Man Maschine zu missbrauchen geht.
Und War Machine? Kommt rein und holt sich das Kostüm, aber so richtig interessieren tut das Tony Stark auch nicht
wirklich.
"Ach ja", denkt sich Stark "ist ja im Comic so. Der muss ja in den Anzug rein, der ist ja War Machine".
Aber Don Cheadle hat der Rolle, die er von Terence Howard übernommen hat, nicht viel hinzufügen können.
Über Regisseur Jon Favreaus Arbeit gibt es nichts auszusetzen. Außer,
dass sich der Film in der Mitte ziemlich zieht (also der komplette
2.Akt in dem der eine den anderen fragt wann er denn mit den
"Nahaufnahme Basteleien" fertig ist) aber das ist wiederrum ein
Drehbuch Manko.
Genau wie das Problem, dass IRON MAN 2 weniger Action
Szenen hat als der erste. Und das sich alles an den gleichen Orten
abspielt.
Die Handlung ist entweder bei der Expo (Anfang und Showdown), Starks Haus (Labor und Wohnzimmer) und Hammers Hangar.
Hhm,... jetzt weiß ich gar nicht mehr ob ich IRON MAN 2 gut oder nur
ok fand...
Es kann ja nicht sein, dass Thors Hammer der einzige Höhepunkt ist...
Fazit: keine Steigerung zum ersten, keine Total-Katastrophe, aber auch
kein sehr guter Film. Schade!