Interview mit BRAVE Regisseur Mark Andrews

BRAVE – greekgeek interviewt zum DVD Start von MERIDA Co-Regisseur Mark Andrews!!!!

ma= Mark Andrews gg= GreekGeek

gg: Hallo Mr. Andrews, wie geht`s

ma: Gut, mir geht es sehr gut! Und selber?

gg: Auch! Wo befindest du dich gerade?

ma: Ich bin nördlicher von dir, in London!

gg: Okay, du erwartest jetzt bestimmt Fragen

ma: Ja, schieß los

gg: Na gut, dann fangen wir mal mit der klassischen an: war es eine Herausforderung den Disney Studios eine neue „Prinzessin“ anzubieten ohne mit Abenteuer-„Prinzessinnen“ wie Pocahontas oder Mulan verglichen zu werden?

ma: wir haben es gar nicht als Herausforderung aufgefasst, da wir eh verglichen worden wären. Das ist das großartige bei Pixar zu arbeiten. Es gibt nicht was sie gerne machen oder eben nicht gerne machen. Sie sind offen für alles. Es gibt keine Formel, es gibt kein Standard. Als meine Co-Regisseurin Brenda Chapman zu John (Lasseter) kam und ihm diese Idee des Tochter/Mutter Konflikts mit dem Schottischen Hintergrund vorstellte, die eben auch zufällig eine Prinzessin war, sagte John „okay, let`s do it“. Als ersten gucken wir was das emotionale Herz des Films ist. Und diese Beziehung zwischen dem Elternteil und dem Kind ist eben voller Herz. Sehr emotional. Besonders wenn es es um die Zeit geht in der sich das Kind zum Erwachsenen hin wandelt. Es ist eine sehr wichtige, eine sehr dynamische Zeit. Es ist auch anders als bei den klassischen Märchen, wie eben bei „Schneewittchen“ oder „Cinderella“. Sie sind ja schon teilweise das was sie werden sollen und befinden sich gerade in einer schlechten Situation. Merida hingegen ist noch gar nicht die Person die sie werden soll. Es gibt keine böse Hexe/Königin es gibt keinen Prinz Charming, wir brauchen diese Figuren gar nicht. Sie verursacht ihre eigenen Probleme und sie zieht sich wieder aus diesen Problemen selber raus.

gg: das war ja grad das erfrischende, kein Prinz, keine Love-Story!

ma: ja, wir haben das ja bereits gesehen (lacht), wir brauchen es nicht nochmal zu sehen!

gg: wieso wurde der Ursprüngliche Titel „The Bear and the Bow“ ausgewechselt, was ist passiert?

ma: hhm, guck mal es ist folgendes passiert: wenn man „The Bear and the Bow“ (dt. „Der Bär und der Bogen“) hört, bedeutet es nichts. Der Titel ist nicht poetsiche, hat nichts mit der Story zu tun und klingt oberflächlich. Aber wenn wir hingegen „Brave“ (Tapfer, Mutig) hören, denken wir dass das ALLES mit dem Film zu tun hat. Richtig? Es ist eine Dualität im Wort selber und das ist ja auf das Thema dass ich erforscht und in den Film eingebracht habe als ich zum Team gekommen bin (Andrews kam an Bord, als Brenda Chapman das Projekt verlassen hat) . Alles in der Story hat eine Dualität, Merida befindet sich zwischen zwei Welten, nicht nur dass sie selber sein muss, sie muss auch eine Prinzessin sein. Sie steckt zwischen dem Kind- und dem Erwachsen sein. Und die Mutter steckt zwischen Mutter-sein und ihrer Rolle als Königin. Jede Szenen ist über Dualität. Es gibt zwei Arten ein Wort zu verstehen, z.b. „Brave“ könnte für den Mut stehen, für etwas zu kämpfen. Es ist aber auch das innere Tapfer sein, sich reflektieren zu können und zu sagen „Moment mal bin das ich? Akzeptiere ich das?“ Das ist auch „Tapfer“ zu sein.

gg: wer kam auf die Idee (zum ersten Mal für Pixar) Filmkomponisten Patrick Doyle („Thor“, „Rise of the Planet of the Apes“, „Harry Potter and the Goblet of Fire“) zu engagieren?

ma: das war Brendas Idee. Sie liebt die Filmmusiken von Patrick Doyle seit „Henry V“ und ich bin auch ein riesiger Fan, also passte das ziemlich gut! Brenda selber hatte nie die Chance mit ihm bei „Brave“ zu arbeiten, da sie bereits weg war, als die Arbeit der Filmmusik startet. Somit habe ich mit Patrick den Film ge“spottet“ (wenn der Regisseur mit dem Komponisten den Film durchgeht und den Musik-Einsatz bespricht). Er ist der beste!!

gg: wir wissen ja das Merida ein wenig an Brenda Chapmans Tochter angelehnt ist. Auf wessen Kinder basieren ihre drei durchgedrehten Brüder?

ma: Wow! Ich würd sagen das könnten meine Söhne sein. Ich habe eine Tochter und drei Söhne genau wie König Fergus und das Zusammenspiel meiner Kinder und die ganze „Beschwerden“ meiner Tochter über ihre drei Brüder könnten fast eins-zu-eins aus dem echten Leben sein.

gg: wie hast du es hingekriegt ein zwei Riesen-Projekten wie „Brave“ und „John Carter“ gleichzeitig zu arbeiten?

ma: ich hatte Glück, der eine war fertig als ich zu anderen rüberwechselte. Ich hatte „John Carter“ mit Andrew Stanton („Findet Nemo“, „Wall-E“) zusammen geschrieben, dann haben wir den Film Co-inszeniert und als wir in der Post-Produktion waren, sprach mich Pixar auf „Brave“ an. Und ich sagte „Klar, mach ich“. Die Post-Produktion von „John Carter“ war fast wie bei einem Animationsfilm und Andrew kennt sich nun wahrhaft mit Animation aus! Er brauchte mich nicht!! (lacht)

gg: Ich bin ein riesiger Fan des „John Carter“ Films

ma: ich danke dir dafür dass du das sagst! Ihr seid schlaue Leute!

gg: werden wir jemals irgendwas Neues von dir aus dem „John Carter“ und/oder dem „Brave“ Universum sehen?

ma: also, ich bin mir sicher, dass man irgendetwas, das ist die Unterhaltungs-Industrie, also sag niemals nie, ich bin sicher dass das passieren kann. Wir hatten einiges zu „John Carter“ vorbereitet, wir hatten eigentlich die drei ersten Filme bereits ausgearbeitet. Wir sind eigentlich bereit weiterzumachen. Hoffentlich sehen die Disney Studios, dass der Film irgendwie schon sein Geld gemacht hat!

gg: und seine Fans

ma: ja, hat er. Pixar wird hingegen kein „Brave“ Sequel machen um unbedingt ein Sequel zu machen. Wir müssen schon eine Geschichte haben. Wenn unserem Team, oder vielleicht anderen Autoren eine Story einfällt die erzählt werden muss, wären wir ja schön blöd sie nicht zu erzählen. Oh, ich krieg das Zeichen, dass wir nur noch eine Frage haben!

gg: oh, eine letzte Frage, okay, dann machen wir eine persönliche draus, von einem Geschichte-Erzähler zum anderen: hast du einen Ratschlag wie ich ohne einen Hollywood Agent ein Animations-Drehbuch von mir Pixar anbieten kann?

ma: ohne? Weißt du was? Keine Ahnung! Ich weiß nicht was die richtige Antwort darauf wäre. Du brauchst schon einen Agenten der dich repräsentiert. Ich weiß auch nicht wie das ohne funktionieren könnte um ehrlich zu sein. Keine Ahnung, kriegs hin ein Meeting mit John Lasseter zu bekommen. (lacht)

gg: (lacht) oh, und seine Telefonnummer lautet?

ma: seine Telefonnummer lautet 555

gg: oh, er hat eine Film-Telefonnummer?? Ok, danke!

ma: alles klar, gerne!

gg: ich hatte eigentlich noch ein paar Fragen zu Disney-Marvel-Lucasfilm aber leider haben wir keine Zeit mehr.

ma: ich denke, dass es großartig ist das beide jetzt der Disney-Familie angehören und ich erwarte aufregende Sachen!! Also, macht euch auf was gefasst!!

gg: also, vielen Dank nochmal für das Gespräch!

ma: gerne, war Klasse mit dir zu reden, bye bye!

Source: comichive

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